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Bei digitalen Prüfungen lösen die Lernenden Prüfungsaufgaben auf elektronischen Geräten. Digitale Prüfungen können auf sehr unterschiedliche Weise abgehalten werden, von Tests in abgesicherten Prüfungsumgebungen, in denen keinerlei Hilfsmittel zur Verfügung stehen, bis zu Open-Book-Prüfungen, bei denen den Schülerinnen und Schülern sämtliche denkbaren digitalen Hilfsmittel zur Verfügung stehen.

1. Digitale Prüfungen an der KSZ

Die Durchführung von gut abgesicherten Prüfungen auf dem eigenen Laptop ist nicht möglich (siehe unten).

Im Sommer 2020 werden im Trakt P die sieben Zimmer im ersten Stock zu PC-Prüfungszimmern mit 24 Arbeitsplätzen für Lernende ausgebaut. Zudem werden die PC-Zimmer 222, 513 und 518 auf 24 SuS-Arbeitsplätze aufgerüstet. Zimmer 911 bleibt mit 23 SuS-Arbeitsplätzen ausgerüstet. Somit stehen ab Schuljahr 2020 11 PC-Zimmer für Prüfungen und PC-Unterricht im UG zur Verfügung. 

Auf den Geräten in den Prüfungszimmern stehen wie bisher lokal installierte Programme wie Word oder Excel zur Verfügung. Wie bisher hat die Lerperson über Netop Vision Zugriff auf die Rechner der Lernenden. Die neueste Version von Netop Vision unterstützt zudem konfigurierbare Whitelists. Es sollte also in Zukunft möglich sein, den Lernenden einen den Bedürfnissen angepassten, eingeschränkten Zugriff auf das Internet zu erlauben. Beispielsweise könnte nur gerade der Zugriff auf eine Moodle-Prüfung erlaubt werden. Bei Prüfungen müssten sich die Lernenden nicht mit ihrem eigenen Account, sondern als Prüfungs-User anmelden (https://portal.ksz.ch/PasswordGuest).

1.1. Prüfungen mit Moodle

Auf Moodle lassen sich passwortgeschützte Prüfungen erstellen. Werden diese Prüfungen von einem Prüfungszimmer mit eingeschränktem Internetzugang aus gelöst, sind sie sicher. Dabei muss man allerdings aufpassen, dass sich die Schülerinnen und Schüler über Moodle keine Mitteilungen zuschicken. Lehrpersonen können die Moodle-Logdaten aller Teilnehmerinnen einsehen und überprüfen, ob während der Prüfung Moodle-Mitteilungen verschickt wurden.

2. Hintergrund

Digitale Prüfungen können im Prinzip auf Schuleigenen Geräten oder auf den eigenen elektronischen Geräten der Schülerinnen und Schüler abgehalten werden (BYOD). In jedem Fall sollte digitales Spicken erschwert oder verunmöglicht werden (Datenaustausch unter Lernenden, Hilfe durch Drittpersonen ("BYOU: Bring your own uncle"), Nutzung des Internets). Zudem muss sichergestellt werden, dass Unterbrüche der Infrastruktur (Internet, Server mit Prüfung) keinen grossen Schaden anrichten. 

Die Informatikstrategie kantonale Schulen 2018 -2022 sieht vor, dass an den kantonalen Schulen keine schuleigene Geräte mehr verwendet werden: "Schuleigene, festinstallierte Geräte stehen nicht mehr zur Verfügung bzw. nur in begründeten Ausnahmefällen". Es gibt derzeit allerdings keine Möglichkeit, abgesicherte Prüfungen auf den eigenen Geräten der Lernenden durchzuführen (BYOD). Daher gehen wir davon aus, dass bis auf weiteres eigene Prüfugnszimmer mit festinstallierten Computern zur Verfügung stehen (siehe unten). Evaluiert wurde der Prüfungs- und Lernstick der Fachhochschule Nordwestschweiz / Uni Bern sowie der Safe Exam Browser der ETH sowie Möglichkeiten, Screenshots oder Log-Daten des Computers regelmässig und verschlüsselt zu speichern. Diese Möglichkeiten scheitern an der grossen Vielfalt an Geräten, die an der KSZ genutzt werden.

  • Lernstick: Der Lernstick ist ein USB-Stick mit einem Linux-Betriebssystem, von dem aus die Geräte der Lernenden direkt gestartet werden. Auf dem Computer steht dann eine weitgehend konfigurierbare, abgesicherte Arbeitsumgebung zur Verfügung. Beispielsweise kann festgelegt werden, auf welche Internetseiten zugegriffen werden kann. Der Lernstick wäre damit an sich geeignet für Prüfungen, in denen mit lokalen Programmen wie Textverarbeitung oder Tabellekalkulation gearbeitet wird oder bei denen Moodle-Tests verwendet werden, während das übrige Internet gesperrt bleibt. Der Lernstick erscheint aber aus verschiedenen Gründen keine praktikable Option. Besonders bei neueren Gerätegenerationen treten immer wieder neue Probleme auf (Tastatur wird nicht erkannt, Internetzugang funktioniert nicht, Touch funktioniert nicht) und das "Hacken" des Sticks erwies sich zwar als schwierig, aber doch möglich. 
  • Save Exam Browser: Der Safe Exam Browser muss von den Lernenden auf ihren eigenen Geräten installiert werden. Er ermöglicht dann einen gesicherten Zugang zu Online-Prüfungen. Wenn eine Moodle-Prüfung richtig konfiguriert ist, kann man sie nur über den Safe Exam Browser lösen, und solange die Prüfung geöffnet ist, sind keine anderen Ressourcen auf dem eigenen Computer zugänglich. Dieser Schutz ist bei korrekt konfigurierter Moodle-Prüfung nicht zu umgehen. Allerdings stehen dann wirklich nur die Ressourcen von Moodle bzw. der zur Verfügung gestellten Internetseiten zur Verfügung, andere Programme können nicht genutzt werden. Man kann also beispielsweise keine Textverarbeitungsprogramme verwenden, sondern müsste Aufsätze im Texteditor von Moodle verfassen. Zudem ist es aufwändig, den Safe Exam Browser auf den verschiedenen Betriebssystemen korrekt zu konfigurieren (insbesondere, da den Lehrpersonen in der Regel ja nur ein Betriebssystem zum Ausprobieren zur Verfügung steht).       










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2 Comments

  1. Lieber Urs,

    Nach Absprache mit Alex möchte ich dir vorschlagen, Variante 1 bei Windows ersatzlos zu streichen. Die funktioniert so gut wie nie, weder Alex noch ich haben das je so zum laufen gebracht. Variante 2 ist hingegen zuverlässig.

    Herzlichst,

    Hansjörg

  2. Ich habe es mit 3 verschiedenen Geräten ausprobiert und überall hat es funktioniert, aber habe nun mit all diesen Geräten auch Variante 2 getestet und die klappt auch überall einwandfrei. Also: Ich füge die bisherige Variante 1 ganz hinten an (denn wenn sie funktioniert, ist sie eben super schnell und bequem).